Alle Ohren auf… VON GANZEM HERZEN

Und da isser ja, der Frühling. Gute Laune, juchhu! Da kann man ja mal einen Gute-Laune-Song besprechen. Den Live-Knaller mit dem Mitsing-Effekt. Nun könnte man meinen, die Frage, die sich an diesen Song anschließt, sei die, welche Vokale sich am besten für den Background-Gesang eignen. Und warum „i“ und „e“ es eher nicht sind.. Wäre ne interessante empirische Studie mit erinnerungswürdigen Beispielen. Dann das Unverständnis über den Titel des Songs – wo doch „von ganzem Herzen“ als Textzeile gar nicht darin vorkommt. Da weiß das Nähkästchen: Diese Phrase ist irgendwann im Feinschliff rausgeplumpst. Aber als Titel doch viel schöner als „Alles Gute“, oder?

Tri-tra-trullala, ja, man könnte sich mit diesen netten Anekdötchen aufhalten, wenn der Refrain nicht nur das kirschenverzierte Sahnehäubchen auf einer Torte wäre, die nicht jedem schmecken muss: „Sucht“ ist ganz offensichtlich das Thema. Rausch und Rauch, Haschisch und Handy, Promille und Piercings, Crack und Computer, Tabletten und Tattoos, Kotzen und Konsum, Speed, Sport- und Spielsucht. Wer frei von allem ist, werfe den ersten Stone. Jedenfalls befindet sich der Protagonist in einem Dialog mit seiner Sucht, von der er sich verabschieden will. Wenn nicht jetzt, dann aber ganz sicher später… Das ist doch mal ne griffige Zusammenfassung. Auch in diesem Song (in welchem denn noch?) versteckt sich im Übrigen eine kleine Huldigung an Herzog/Kinski. Warum auch nicht.

E. Alles

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Du warst mein Freund und Feind, mein bester höchstwahrscheinlich,
Und darum hältst Du mich wohl jetzt für ausgesprochen kleinlich.
Mit Dir bin ich so oft der Wirklichkeit entrückt.
Dein Rausch hat mich so ein um‘s andere Mal entzückt.

Sind wir auch nicht mehr vereint,
Du bist und bleibst mein liebster Feind.

Und ich wünsch Dir alles Gute!
Von Herzen alles Gute!

Wir waren ein Paar wie Pech und Schwefel, wie man sagt,
Doch dann hat sich auf einmal mein Bankauszug beklagt.
Mein Körper legte Veto ein, er will nicht ohne Dich,
Die Abschiedsworte meines Geistes: “Von dem Arschloch trenne Dich!“

Sind wir auch nicht mehr vereint…

Und wenn wir uns dann wieder sehen und uns gegenüberstehen,
Schaust Du schüchtern auf zu mir, dann möchte ich noch mal mit Dir,
Ein einziges Mal, ein allerletztes Mal, ist doch egal, ich hab’ ja noch die Wahl.

Und ich wünsch Dir…


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